Welt

Interpol Identifiziert die geheimnisvolle 'Frau im Hühnerstall'

2025-03-20

Autor: Lukas

Die Jagd nach der Identität der mysteriösen 'Frau im Hühnerstall' hat endlich ein Ende gefunden: Interpol hat Ainoha Izaga Ibieta Lima als die tragische Persönlichkeit hinter dem Fall bestätigt.

Der rätselhafte Fall, der sich 2018 in Girona, Spanien, ereignete, hat Ermittler über Jahre hinweg beschäftigt. Ainoha wurde tot in einem Hühnerstall entdeckt, und aufgrund des fehlenden Ausweises und der Umstände blieb sie lange anonym.

Die Identifizierung erfolgte dank einer bemerkenswerten Initiative, die 2023 von Interpol unter dem Namen 'Identify Me' ins Leben gerufen wurde. Ziel dieser internationalen Kampagne ist es, die Identität von 46 Frauen zu ermitteln, die in den letzten Jahrzehnten in Europa tot aufgefunden wurden. Interpol hat dazu interne Informationen, wie Fingerabdrücke, DNA-Profile und Gesichtsrekonstruktionen, verwendet.

Ein großer Schritt in der weltweiten Kooperation

Der Erfolg im Fall von Ainoha ist nicht nur ein bedeutender Fortschritt für die Ermittlungen, sondern auch der erste transkontinentale Durchbruch der 'Identify Me'-Kampagne. Laut ihrem Bruder war Ainoha 2013 im Alter von 28 Jahren von Paraguay nach Spanien gereist. 2019 meldete er sie als vermisst, nachdem er monatelang keinen Kontakt zu ihr hatte.

Im August 2018 wurde dann in einem Hühnerstall in Girona die leblose Frau entdeckt. Die Umstände ihrer Erschlaffung waren lange unklar, und ohne persönliche Dokumente konnte sie nicht identifiziert werden. Dies änderte sich jedoch, als die paraguayischen Behörden die Fingerabdrücke von Ainoha mit einer spanischen Datenbank abglichen, die über Interpol zur Verfügung gestellt wurde. Der Treffer führte zur endgültigen Identifizierung.

Erste Erfolge der Kampagne

Der erste identifizierte Fall im Rahmen der 'Identify Me'-Kampagne wurde bereits im November 2023 bekanntgegeben: Eine britische Frau, die 1992 im belgischen Antwerpen ermordet aufgefunden wurde, konnte ebenfalls identifiziert werden, was den Sinn und Erfolg dieser wichtigen Kampagne unterstreicht.

Diese internationalen Kooperationen sind entscheidend, um die Identität von Opfern klären und deren Familien eine Antwort auf viele Jahre der Ungewissheit geben zu können. Die Kampagne demonstriert die Kraft der Zusammenarbeit zwischen den Ländern und deren Polizeibehörden, um ungeklärte Fälle voranzutreiben und den Opfern eine Stimme zu geben.

Interpol plant, weiterhin solche Cold-Case-Kampagnen durchzuführen, um auch in Zukunft unidentifizierte Opfer ans Licht zu bringen. In einer Welt, in der die Globalisierung die Grenzen verwischt, wird diese Art der Zusammenarbeit immer wichtiger.