Wissenschaft

"Wir drücken die Daumen": Asteroid 2024 YR4 könnte den Mond treffen

2025-04-01

Autor: Noah

Der erdnahe Asteroid 2024 YR4, mit einem Durchmesser von ungefähr 60 Metern, steht vor einer potenziellen Kollision mit dem Mond. Eine Möglichkeit dafür besteht im Jahr 2032, wenn der Asteroid eine nahe Begegnung mit der Erde hat. Diese Informationen stammen aus ersten Beobachtungen des renommierten Weltraumteleskops James Webb, wie das vom NASA koordinierte Internationale Asteroidenwarnnetzwerk mitteilte. Die Genauigkeit der Messungen hat sich mittlerweile deutlich verbessert, sodass die Unsicherheit bezüglich seines Durchmessers nur noch sieben Meter beträgt. Zudem liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Asteroid einen effektiven Durchmesser von mehr als 50 Metern hat, bei 92 Prozent. Ab einer solchen Größe müsste die Beratungsgruppe zur Planung von Weltraummissionen (SPMAG) der ESA aktiv werden, was allerdings für einen Einschlag auf der Erde ausgeschlossen werden kann.

Die neuesten Berichte zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags auf dem Mond am 22. Dezember 2032 über Null liegt. Laut Forschern des New Scientist wird diese Wahrscheinlichkeit auf etwa zwei Prozent geschätzt. Trotz dieser Zahlen ist die Chance, dass der Asteroid tatsächlich auf den Mond einschlägt, immer noch relativ gering. Damit diese Kollision von der Erde aus sichtbar wäre, müsste sie zudem in einer Region des Mondes stattfinden, die von der Erde aus einsehbar ist. Der Astronom Alan Fitzsimmons äußerte zudem: "Wir drücken die Daumen". Sollte es zu einem Einschlag kommen und alle Bedingungen stimmen, wäre dies eine außergewöhnliche Gelegenheit für die wissenschaftliche Forschung.

Der Asteroid 2024 YR4 wurde am 27. Dezember 2024, kurz nach seiner letzten Nähe zur Erde, entdeckt. Nachfolgende Beobachtungen ergaben, dass ein Einschlag bei der nächsten Begegnung nicht ausgeschlossen werden konnte. Tatsächlich stand der Asteroid mehrere Wochen lang an der Spitze der Listen von ESA und NASA mit den gefährlichsten Himmelskörpern, was eher ungewöhnlich ist. Ende Februar 2024 bestätigten die Beobachtungsdaten schließlich, dass von diesem Asteroiden keine unmittelbare Gefahr für die Erde drohte. Aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags auf der Erde bei nur 0,000019 Prozent. Zuvor war die Wahrscheinlichkeit über einem Prozent und damit so hoch wie bei keinem vergleichbaren Objekt. Dies zeigt, wie dynamisch die Überwachung von erdnahen Objekten ist und wie wichtig Technologien wie das James Webb Teleskop für die Raumfahrtforschung sind.