Gesundheit

Was die Atemfrequenz über das eigene Demenz-Risiko verrät: Neue Forschungsergebnisse

2025-03-20

Autor: Laura

Laut einer aktuellen Studie haben Forscher herausgefunden, dass Veränderungen in der Atmung ein frühes Anzeichen für Alzheimer sein könnten. Diese interessante Entdeckung weist darauf hin, dass Alzheimer-Patienten eine höhere Atemfrequenz aufweisen als gesunde Erwachsene.

Vermehrte Vergesslichkeit, Veränderungen im Schlafverhalten, Sehstörungen oder Desorientierung sind bekannte Anzeichen, die auf ein erhöhtes Demenz-Risiko hinweisen können. Eine jüngst veröffentlichte Studie der Lancaster University zeigt, dass auch die Atmung eine wichtige Rolle bei der Früherkennung von Alzheimer spielen könnte.

In der Studie, die im Fachjournal "Brain Communications" veröffentlicht wurde, untersuchten Wissenschaftler 39 Teilnehmer im Alter von 56 bis 78 Jahren, von denen 19 an Demenz litten und 20 gesund waren. Die Forscher untersuchten den Blutfluss zum Gehirn sowie die elektrische Aktivität mit Hilfe von Elektrokardiogrammen (EKG). Trotz gleicher Ruhebedingungen atmeten die Alzheimer-Patienten schneller als die gesunden Teilnehmer, was auf mögliche Veränderungen in der Blutversorgung des Gehirns hinweist.

Zusätzlich zu den bekannten toxischen Proteinansammlungen, die mit Alzheimer assoziiert sind, deutet die Studie darauf hin, dass Veränderungen der Sauerstoffversorgung des Gehirns zur Degeneration von Nervenzellen beitragen können. Dies könnte die Krankheit begünstigen, was die Medizinerin Prof. Aneta Stefanovska vermutet. Sie glaubt, dass eine unzureichende Blutversorgung des Gehirns unter Umständen die Hauptursache sein könnte.

Frühzeitige Erkennung und Behandlung solcher Veränderungen könnten möglicherweise schwere Verlaufsformen von Alzheimer verhindern. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass auch alterungsbedingte Entzündungen im Gehirn eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Demenz spielen könnten. Eine weitere Studie hat gezeigt, dass der Konsum von entzündungsfördernden Lebensmitteln das Demenzrisiko vervierfacht, während eine antientzündliche Ernährung das Risiko signifikant senkt.

Die Atemfrequenz einer Person kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Anstrengung oder emotionaler Aufregung. Ein gesunder Erwachsener atmet in der Regel 12 bis 18 Mal pro Minute, während Kinder und Kleinkinder zwischen 16 und 25 bzw. 20 bis 30 Atemzüge pro Minute machen. Neugeborene können sogar bis zu 45 Mal pro Minute atmen.

Die richtige Atemtechnik ist ebenfalls von großer Bedeutung. Experten der Krankenkasse BARMER empfehlen, die Nasenatmung zu praktizieren, da sie die Luft reinigt, erwärmt und befeuchtet. Diese Form des Atmens kann als eine Art Therapie zur Förderung eines gesünderen Körpers und eines entspannteren Geistes angesehen werden. In Anbetracht der aktuellen Studienergebnisse ist es möglicherweise klug, die eigene Atemfrequenz zu beobachten – sie könnte wichtige Hinweise auf das persönliche Demenz-Risiko geben und in Zukunft eine entscheidende Rolle bei der Früherkennung spielen.