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Schweineleber erstmals bei hirntoten Menschen transplantiert – Ein Schritt in die Zukunft der Transplantationsmedizin!

2025-04-01

Autor: Noah

Erst die Schweineniere, dann das Schweineherz, und jetzt eine -leber: In einem bahnbrechenden Verfahren haben chinesische Forscher erstmals weltweit eine Schweineleber bei einem hirntoten Menschen transplantiert. Diese kühne Transplantation fand im Jahr 2024 statt und wurde in der renommierten Fachzeitschrift «Nature» dokumentiert.

Was genau geschah? Die transplantierte Schweineleber zeigte bereits kurz nach dem Eingriff beeindruckende Ergebnisse, indem sie Galle produzierte und bis zum Ende des zehntägigen Versuchs funktionierte. Wichtig zu erwähnen ist, dass es keine Anzeichen für eine Abstoßung der Leber gab, obwohl die Ärzte spezielle Medikamente verabreichten, um solche Reaktionen zu verhindern. Um die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßung zu minimieren, wurde das genetische Material des spendenden Schweins an sechs Stellen modifiziert.

Die Reaktionen aus der Fachwelt sind überwältigend: Bruno Reichart, ein renommierter deutscher Chirurg von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, bezeichnete den Eingriff als „Weltpremiere“ und einen signifikanten Fortschritt für die Transplantationsmedizin. Auch Franz Immer, der Direktor von Swisstransplant, hebt die Wichtigkeit dieser Premiere hervor und betont die Notwendigkeit von innovativen Lösungen in der Organtransplantation.

Ein ernster Hintergrund: Bei akutem Leberversagen, einem Zustand der jährlich in der Schweiz bis zu 50 Menschen betrifft, ist eine sofortige Intervention lebensnotwendig, da die giftigen Stoffe im Körper nicht mehr abgebaut werden können. Aktuell gibt es keine Möglichkeit, die Leber in solchen kritischen Fällen zu ersetzen, was die Schaffung alternativer Behandlungsformen umso dringlicher macht.

Die Vision: Die Verwendung von Schweinelebern könnte eine wertvolle Übergangslösung darstellen, bis passende Organe von verstorbenen Spendern verfügbar sind. Der Tiermediziner Eckhard Wolf, der ebenfalls an der Ludwig-Maximilians-Universität arbeitet, erklärt, dass schon eine zweiwöchige Überbrückung ausreichend sein könnte, damit sich die menschliche Leber regenerieren kann.

Dieser Fortschritt in der Xenotransplantation weckt Hoffnung auf eine neue Ära der medizinischen Möglichkeiten! Die potenzielle Einführung von tierischen Organen als Ersatz für menschliche Organe könnte nicht nur Millionen von Leben retten, sondern auch die drängende Problematik des Organmangels lösen. Werden wir bald in der Lage sein, mithilfe von Tierversuchen vororganspendemangel behoben werden? Die Forschung ist auf dem besten Weg, unsere Vorstellungen von Transplantationsmedizin grundlegend zu verändern!