Technologie

Finanzkreisel: Warum Traditionsbanken verstärkt auf Krypto setzen und was das für die Zukunft bedeutet!

2025-03-19

Autor: Simon

Einführung

Das Thema Kryptowährungen und deren Integration in die Geschäftsmodelle traditioneller Banken hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Vor wenigen Tagen versammelten sich knapp 300 Teilnehmende in einem vollbesetzten Vorlesungssaal in Zürich, um die neuesten Entwicklungen in diesem dynamischen Sektor zu erörtern.

Beim letzten Finance-Circle-Event hielten Marcus Wunsch, Dozent der ZHAW/SML, Stephan A. Zwahlen, CEO der Privatbank Maerki Baumann, und Alexandra Scriba, Leiterin Institutional Clients & Multinationals bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), bemerkenswerte Vorträge über die aktuellen Trends im Bereich Kryptowährungen.

Zürcher Privatbank: Ein Krypto-Pionier auf dem Vormarsch!

Eines der beeindruckendsten Beispiele kam von Stephan Zwahlen, der skizzierte, wie Maerki Baumann sich seit 2019 als Krypto-Pionier etabliert hat. Die Bank startete mit Geschäftskonten für Blockchain-Unternehmer und hat mittlerweile ihr Anlageuniversum auf über 25 Kryptowährungen erweitert. Der letzte große Schritt war die Einführung der eigenen Krypto-Marke ARCHIP im vergangenen Jahr. Diese strategische Entscheidung führte zu einer Verjüngung der Kundenbasis um durchschnittlich zwölf Jahre und über 500 Neukunden aus der Krypto-Branche.

Um in dieser aufstrebenden Disziplin erfolgreich zu sein, sind jedoch strenge Compliance-Vorschriften notwendig, die sicherstellen, dass die Regulierung eingehalten wird. Wie Zwahlen betonte, ist dies entscheidend für die Integration von Krypto-Assets in die traditionelle Finanzwelt.

Grünes Licht von der Finma für die ZKB

Alexandra Scriba berichtete, wie die ZKB Kryptowährungen in ihre Digital-Assets-Strategie einbindet. Die ZKB hat in den letzten Jahren intensiv an Infrastrukturentwicklungen gearbeitet und im Rahmen des Projekts „Digital Asset Hub“ innovative Services hinsichtlich Kryptowährungen vorangetrieben. Anfang 2024 erhielt die ZKB von der Finma die Genehmigung für ein umfassendes Serviceangebot im Bereich Kryptowährungen, welches den Handel und die Verwahrung von Bitcoin und Ether ermöglicht.

Denkbar ist, dass auch weitere Kryptowährungen in Zukunft angeboten werden, wobei die grundlegenden Voraussetzungen wie Robustheit, Marktgröße und Stabilität eingehalten werden müssen.

Einstieg für private und institutionelle Anleger

In einer spannenden Podiumsdiskussion kamen die Experten zu dem Schluss, dass sowohl private als auch institutionelle Anleger, die traditionell in Aktien und Anleihen investiert haben, zunehmend Interesse an Kryptowährungen zeigen. Dennoch bleibt eine gewisse Zurückhaltung spürbar, da viele Unsicherheiten im Markt bestehen.

Die Diskussion über den intrinsischen Wert von Kryptowährungen nahm ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Die Experten waren sich einig, dass es aus Portfolio-Perspektive sinnvoll sein kann, auch riskantere Assets einzubeziehen – ähnlich wie der Wert der Schweizer 1000-Franken-Note auf Vertrauen beruht. Vergleicht man dies mit Bitcoin, der seinen Wert durch einen dezentralen Konsens gewinnt, wird die Parallele deutlich.

Das Vertrauen in das dezentrale Prinzip von Bitcoin, das sich auch auf die föderale Struktur der Schweiz stützt, zeigt, dass viele Anleger bereit sind, sich auf diese neue finanzielle Dimension einzulassen. Letztlich liegt es jedoch an jedem einzelnen Anleger, zu entscheiden, welchem System und Wert er sein Vertrauen schenkt.

Fazit: Kommt der große Krypto-Durchbruch?

Die Entwicklungen im Bereich Kryptowährungen und deren Integration in die traditionelle Finanzlandschaft sind zweifellos faszinierend. Ob und wann der große Durchbruch gelingt, bleibt abzuwarten, doch die Zeichen stehen klar auf Veränderung und Innovation im Bankensektor! Seid bereit, denn die Zukunft der Finanzen könnte schon vor der Tür stehen!