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Zürichsee: Autofahrer macht Software-Update auf der Fähre – und bleibt stecken!

2025-03-29

Autor: Lukas

Zürich, 29.03.2025 - 14:01

Auf der Zürichsee-Fähre zwischen Horgen und Meilen sollten Autofahrer dringend darauf verzichten, während der Überfahrt Software-Updates durchzuführen. Diese weitverbreitete Praxis kann nicht nur ärgerliche Verspätungen verursachen, sondern auch zu teuren Extrafahrten führen.

Ein Update kann durchaus länger dauern als die zehnminütige Überfahrt, was bedeutet, dass viele Autofahrer unerwartet in einer Warteschleife auf der Fähre festhängen. Martin Zemp, Geschäftsführer der Zürichsee-Fähre, betont, dass einige Lenker fälschlicherweise glauben, die Zeit auf der Fähre sei ideal für solche Aktualisierungen. „Leider haben wir oft Kunden, die die Wartezeit für Updates nutzen wollen, doch viele dieser Updates lassen sich nicht im vorgesehenen Zeitrahmen abschließen“, erklärt Zemp.

Das Resultat? Autofahrer müssen gegebenenfalls eine zusätzliche Fahrt buchen, sowie für die Verspätung zahlen. In einem konkreten Fall dauerte ein Update sogar 30 Minuten, was einen Fahrer dazu führte, die Fähre erst nach zwei unfreiwilligen Überfahrten verlassen zu können. „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Reisen ist für viele nicht gerade erfreulich“, fügt Zemp hinzu. Eine Fahrt kostet um die zwölf Franken, und so summiert sich der Preis schnell auf etwa 35 Franken für insgesamt drei Überfahrten.

Die Situation könnte indes gravierendere Auswirkungen haben. Da das Fahrzeug während eines Updates nicht losgefahren werden kann, gestaltet sich die Ent- und Beladung der Fähre als zunehmend schwierig. Zemp berichtet, dass die Pünktlichkeit des Fährenbetriebs unter diesen Umständen leidet und es in einigen Fällen zu leichten Verspätungen kommt.

Ein noch dringlicheres Problem zeigt sich beim Autoverlad am Lötschberg. Auch dort werden Autofahrer gewarnt, Updates während des Fahrens zu vermeiden. Technische Pannen durch unvollendete Updates bringen zum Teil das gesamte System ins Stocken. „Wenn ein Auto nach dem Transport nicht mehr einsatzbereit ist, blockiert das natürlich auch die nachfolgenden Fahrzeuge“, erklärt Stefan Locher, Mediensprecher der BLS. In extremen Fällen kann es sogar notwendig werden, das Fahrzeug abzuschleppen.

Die Warnungen sind also berechtigt: Autofahrer sollten ihr Fahrzeug lieber vor oder nach der Überfahrt aktualisieren, um zusätzliche Kosten und Verspätungen zu vermeiden. Bleiben Sie wachsam und vermeiden Sie diese kostspieligen Fehler auf den Wasserstraßen der Schweiz!