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Opfer von Menschenhandel: Alarmierende Nachfrage nach Schutzunterkünften in der Schweiz

2025-03-31

Autor: Sofia

Die Nachfrage nach Schutzunterkünften für Opfer von Menschenhandel in der Schweiz hat im Jahr 2024 einen besorgniserregenden Anstieg verzeichnet.

Die Fachstelle Menschenhandel und Frauenmigration (FIZ) berichtete, dass sie 51 gefährdete Personen in sicheren Unterkünften untergebracht hat, die insgesamt 5.677 Nächte dort verbrachten. Dies entspricht einer alarmierenden Zunahme von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Um den gestiegenen Bedarf zu decken, eröffnete die FIZ 2024 eine weitere Schutzwohnung – die insgesamt achte.

Die Fälle von Menschenhandel zeigen sich zunehmend komplexer. Viele der betroffenen Personen sind tief traumatisiert oder kämpfen mit Suchterkrankungen, oftmals als Folge von erzwungenem Drogenkonsum. Die Verfahren zur Unterstützung der Opfer gestalten sich langwierig, da die zuständigen Behörden stark ausgelastet sind.

Sexuelle Ausbeutung: Ein weit verbreitetes Problem

Im Rahmen des Opferschutzprogrammes hat die FIZ 208 Opfer beraten und 59 weitere Personen erhielten Erstberatungen oder Abklärungen. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass 159 der beratenen Personen sexuell ausgebeutet wurden. Zudem waren 42 von Arbeitsausbeutung in verschiedenen Branchen betroffen, was die alarmierende Realität des Menschenhandels in der Schweiz verdeutlicht.

Es ist wichtig, dass die Gesellschaft stärker auf dieses Thema aufmerksam wird und die Unterstützung für die Opfer von Menschenhandel intensiviert. Experten warnen, dass ohne gezielte Maßnahmen die Anzahl der Betroffenen weiter steigen könnte. Die Öffentlichkeit muss sich für mehr Schutz und Aufklärung für gefährdete Menschen einsetzen, um diese schrecklichen Praktiken zu bekämpfen.