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Migros Aare: Präsident Jörg Blunschi tritt überraschend zurück

2025-03-20

Autor: Simon

In einer überraschenden Wendung hat Jörg Blunschi sein Amt als Präsident der Verwaltung der Migros Aare mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Diese Entscheidung folgt auf heftige Kritik und anhaltende negative Berichterstattung über seine frühere Rolle als Geschäftsführer der Migros Zürich, die laut Blunschi zu inakzeptablen persönlichen Angriffen auf ihn und seiner Familie geführt hat. Diese Situation hat nicht nur ihn, sondern auch die Migros Aare negativ beeinflusst.

Blunschi betont, dass er in Verantwortung für die Genossenschaft und zum Schutz seiner Familie zurüchtritt. Unter seiner Verwaltung leidet die Migros Aare unter einem massiven Imageverlust und von der Kritik überwältigt, ist der Druck auf ihn in letzter Zeit stetig gestiegen. Vizepräsident Kurt Plattner wird vorübergehend das Präsidentenamt übernehmen. Die Migros Aare hat nicht nur in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau Fuß gefasst, sondern ist auch als wichtiger Akteur im Schweizer Lebensmittelhandel bekannt.

Die turbulente Geschichte von Blunschi

Jörg Blunschi hatte sein Präsidentenamt im Juni 2024 angetreten, doch die Wahl war von Anfang an umstritten. Branchenkenner waren skeptisch, da Blunschi zuvor als Chef der Migros Zürich für katastrophale Fehlinvestitionen verantwortlich war. Das Geschäftsjahr 2024 brachte der Migros Zürich einen enormen Verlust von 180 Millionen Franken, hauptsächlich aufgrund einer gescheiterten Expansion in Deutschland, bei der das Unternehmen Tegut erworben wurde. Diese Fehlentscheidung führte zu Abschreibungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Franken.

Migros im Krisenmodus – Ausblick auf die Zukunft

Die Migros steht momentan vor großen Herausforderungen und hat sich landesweit im Krisenmodus befunden. Ironischerweise, im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens, verkauft die Migros viele ihrer Tochtergesellschaften wie Hotelplan und die Kosmetikmarke Mibelle. Das Unternehmen möchte sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren, unterstützt von Beratern von McKinsey. Diese Maßnahmen führen jedoch zu einem Stellenabbau von 1500 Arbeitsplätzen, was bei den Mitarbeitern Angst und Unsicherheit auslöst.

Blunschi wurde trotz der misslichen Lage zum Präsidenten der Migros Aare gewählt, was intern für Unverständnis sorgte. Kritiker binnen der Organisation fragen sich, wie Führungskräfte, die für Misswirtschaft verantwortlich sind, weiterhin in Spitzenpositionen verbleiben können.

So wird es weitergehen

Die Wahl eines neuen Präsidenten oder einer neuen Präsidentin wird gemäß den Statuten der Migros Aare durchgeführt, und es wird angestrebt, in den kommenden Monaten einen Nachfolger zu finden. Der Genossenschaftsrat wird sicherstellen, dass eine schnelle Wahlempfehlung für die Urabstimmung zur Verfügung gestellt wird, so Anja Fischer, die Präsidentin des Genossenschaftsrats der Migros Aare.

Diese Entwicklungen werfen einen Schatten auf die Zukunft der Migros Aare. In einem sich wandelnden Markt wird sich das Unternehmen neu aufstellen müssen, um den Herausforderungen zu begegnen und das Vertrauen seiner Mitglieder zurückzugewinnen.