
Freestyle-WM: Sarah Höfflin erobert ihre erste WM-Medaille – Andri Ragettli bleibt ohne Erfolg
2025-03-29
Autor: Lukas
Sarah Höfflin hat bei der Freestyle-Weltmeisterschaft im Engadin für Aufsehen gesorgt und sich die erste Medaille ihrer Karriere gesichert. Die Genfer Freeskierin erkämpfte im Big-Air-Wettbewerb die Silbermedaille und sorgte damit für den siebten Medaillengewinn der Schweiz.
Die Vorzeichen standen jedoch alles andere als gut für die 34-Jährige. Am Corvatsch musste sie sich nur der italienischen Athletin Flora Tabanelli geschlagen geben. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und einer schwächeren Leistung im Slopestyle-Wettbewerb, bei dem sie den 16. Platz belegte, gelang es Höfflin, sich zurückzukämpfen und im Big Air stark aufzutreten, wo sie letztendlich mit 170,75 Punkten auf den zweiten Platz kam.
Tabanelli, die mit nur 17 Jahren Höfflins einzige Bezwingerin ist, sicherte sich mit insgesamt 89,00 Punkten den Titel und überholte Höfflin in der Schlusswertung. Die Entscheidung fiel erst im letzten Durchgang, als Höfflin versuchte, ihre Leistung mit einem spektakulären Sprung zu toppen, jedoch die Landung misslang und sie keinen weiteren Punkt erzielen konnte.
Ein weiterer spannender Fakt: Höfflin hat bereits Olympiagold im Slopestyle (2018) und mehrere Medaillen bei den X-Games in ihrem Lebenslauf vorzuweisen, was ihre Silbermedaille bei dieser WM zu einem weiteren Highlight macht.
Inmitten ihrer Rückkehr nach einer verpassten Saison – bedingt durch eine Verletzung an der Ferse, die sie sechs Wochen pausieren ließ – hat sie die Zuschauer mit ihrer Leistung elektrisiert. Nach ihrem enttäuschenden Auftritt im Slopestyle war es fast unvorstellbar, dass sie sich so stark im Big Air präsentieren würde.
Andri Ragettli hingegen erlebte ein bitteres WM-Abenteuer, da er nach zwei misslungenen Versuchen im Big Air den 10. und letzten Platz belegte. Dies war besonders enttäuschend, nachdem er vor Kurzem den undankbaren vierten Platz im Slopestyle erreicht hatte. Der 26-Jährige kannte anscheinend nicht das nötige Glück und verliert im Wettkampf der Besten.
In der Gesamtmedaillenwertung befinden sich die Schweiz und Italien nun gleichauf – jede Nation hat vier Goldmedaillen, eine Silberne und zwei Bronzene errungen.
Im Engadin stehen am Sonntag die finalen Wettbewerbe an, darunter der Halfpipe-Final der Freeskiererinnen und -Männer sowie die Entscheidungen in der Disziplin Aerials, in denen die Schweiz mit Titelverteidiger Noé Roth und Pirmin Werner stark vertreten ist. Die Fans sind herzlich eingeladen, die letzten Entscheidungen live im Fernsehen zu verfolgen.