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Derby zwischen FCZ und GC – Schiri-Entscheid sorgt für hitzige Debatten

2025-03-31

Autor: Leonardo

Im Zürcher Derby zwischen dem FCZ und GC sorgte eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung für hitzige Emotionen. In der 32. Minute des Spiels, als das Ergebnis noch 0:0 stand, kam der GC-Verteidiger Benno Schmitz zu spät und traf den Zürcher Benjamin Mendy am Schienbein, nachdem dieser den Ball bereits weiterspielt hatte. Anstatt auf ein Foul zu entscheiden, ließ Schiedsrichter Luca Cibelli das Spiel weiterlaufen und entschied auf Vorteil. Mendy reagierte daraufhin, indem er Schmitz von hinten in die Achillessehne trat. Viele Zuschauer und Experten forderten eine rote Karte wegen Tätlichkeit, doch Cibelli beließ es bei einer Verwarnung – der Video-Assistent griff nicht ein.

Stephan Klossner, Schiedsrichter-Experte bei Blue, verteidigte die Entscheidung und behauptete, dass für eine Tätlichkeit „übermäßige Härte oder Brutalität“ notwendig sei, was in seinen Augen beim Foul von Mendy nicht gegeben war. Dennoch erhielt er massive Kritik für seinen Standpunkt. Mladen Petric, ebenfalls Blue-Experte, kommentierte auf Instagram, dass die Szene „nur noch lächerlich“ sei und bekräftigte, dass es sich eindeutig um eine rote Karte handelt. Die Meinung wurde auch von Admir Mehmedi und Rolf Fringer unterstützt, die beide das Vergehen als klare Tätlichkeit sahen.

Ex-Schiedsrichter Urs Meier äußerte sich ebenfalls kritisch zu Klossners Argumentation. Er erklärte, dass es sich um eine bewusste Aktion handele und dass er für Mendy eine rote Karte ausgesprochen hätte. Mendy selbst äußerte nach der 1:2-Niederlage gegen GC, dass die Aktion für ihn eindeutig eine Tätlichkeit war. „Der Ball war weit weg und er trifft mich mit offener Sohle“, sagte er.

Schmitz betonte zudem, dass dies nicht das erste Mal sei, dass GC in einem solchen Match benachteiligt wurde. „Wir müssen jedes Wochenende über das Thema sprechen, das ist sehr bitter“, sagte er. Eine solche Entscheidung könnte spielentscheidend gewesen sein, da ein Spieler weniger dem FC Zürich möglicherweise den Sieg erleichtert hat. Insbesondere für die Grasshoppers, die sich im Abstiegskampf befinden, hätte ein Unentschieden wertvolle Punkte gesichert.

Mit der aktuellen Niederlage beträgt der Rückstand der Grasshoppers auf den Tabellenletzten Yverdon nun fünf Punkte. In den verbleibenden neun Spielen müssen die Grasshoppers dringend punkten, um den Abstieg in die Barrage zu vermeiden. Trotz der Herausforderung stehen sie weiterhin sieben Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz.