Technologie

Alarmstufe Rot: Erste Hinweise auf Sicherheitsrisiken bei Solaranlagen!

2025-03-30

Autor: Leonardo

Düsseldorf. Die Steuerung jeder Solaranlage ist mittlerweile ein Kinderspiel – und das mit nur einem Knopfdruck aus der Ferne. Zentrale Komponente dafür ist der Wechselrichter, das Herzstück jeder Solaranlage. Die Verantwortung für diese Technologie liegt jedoch bei den Herstellern und genau hier lauern nun gravierende Sicherheitsprobleme, wie der aktuelle Bericht der Cybersecurity-Firma Forescout aufzeigt.

Die Experten von Forescout haben die Wechselrichter der sechs größten Hersteller auf Schwachstellen untersucht und sind auf alarmierende Sicherheitslücken gestoßen. Diese könnten schwerwiegende Folgen haben, von Datenlecks, die persönliche Informationen gefährden, bis hin zur kompromittierten Fernsteuerbarkeit durch Cyberkriminelle. „Durch diese neu entdeckten Schwachstellen könnte ein Angreifer möglicherweise so viel Strom kontrollieren, dass es zu gefährlichen Instabilitäten im gesamten Stromnetz kommt“, warnen die Fachleute.

In Deutschland sind mittlerweile fast vier Millionen Solarmodule am Netz, die bis zu 15 Prozent der gesamten Stromversorgung ausmachen. Solarenergie ist nicht nur nachhaltig, sondern wird auch in den kommenden Jahren eine weit wichtigere Rolle spielen. Mit der steigenden Anzahl an Solaranlagen wächst jedoch auch das Risiko, dass ein gezielter Angriff auf dieses System schwerwiegende Folgen haben könnte. Experten warnen: „Je mehr Solaranlagen installiert sind, desto größer ist das Risiko von Cyberangriffen, die weitreichende Auswirkungen auf die Stabilität unseres Stromnetzes haben können.“

Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, dass Hersteller und Betreiber von Solaranlagen ihre Sicherheitsvorkehrungen überprüfen und verbessern, um ihre Systeme gegen potenzielle Angriffe zu wappnen. Die elektronische Steuerung soll ja nicht zum Risiko werden, sondern weiterhin eine saubere und sichere Energiezukunft ermöglichen. In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen könnte es sinnvoll sein, dass die Regierung zusätzliche Richtlinien zur Cybersecurity in der Solarbranche einführt.