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WM: Parallel-Slalom - Titelverteidigerin Zogg früh out – Bulgare überrascht mit Gold

2025-03-22

Autor: Luca

Die Freestyle-Weltmeisterschaften im Engadin bringen für die Schweizer Snowboarder keine Medaille beim Parallel-Slalom.

Titelverteidigerin Julie Zogg scheitert überraschend im Viertelfinale an der stark aufgelegten Ester Ledecka aus Tschechien, während alle anderen Schweizer Athleten schon früh ausscheiden.

Nach einem spannenden Finale beweist Miki Tsubaki aus Japan eindrucksvoll ihr Können und wird Weltmeisterin, während der bulgarische Athlet Tervel Zamfirov die große Sensation perfekt macht und Gold gewinnt.

Für die 32-jährige Julie Zogg, die bereits 2019 und 2023 in dieser Disziplin den Titel gewinnen konnte, war der Kampf um eine Medaille kurzlebig. Im Viertelfinale sah sie sich Ledecka gegenüber, die sich als Weltmeisterin im Parallel-Riesenslalom etabliert hat. "Ich hatte keinen perfekten Lauf, den ich gebraucht hätte", erklärte Zogg bewegend nach ihrem Wettkampf. Ihren starken Start konnte sie bis zur Mitte des Laufs aufrechterhalten, doch gegen Ende fehlte ihr die Kraft.

Die Swiss-Ski-Athleten konnten nicht an Zoggs Erfolg anknüpfen. Ladina Caviezel scheiterte bereits in der Qualifikation, während Flurina Bätschi im Achtelfinale gegen die erfahrene Claudia Riegler (Österreich) ausschied. Die 21-Jährige riskierte im unteren Abschnitt des Kurses zu viel und konnte somit nicht den entscheidenden Vorsprung herausfahren. Xenia von Siebenthal schrammte nach einem kleinen Ausrutscher zwar knapp vorbei, hatte gegen die Favoritin Tsubaki jedoch keine Chance.

Tsubaki, die Führende im Gesamtweltcup, fand sich wenig später im Finale wieder und trat erneut gegen Ledecka an. In einem dramatischen Kopf-an-Kopf-Rennen fiel Zdeka zu Beginn, gefolgt von einer ebenfalls überraschenden Sturz von Tsubaki, die jedoch ihren Vorsprung ins Ziel brachte und sich die Weltmeisterschaft sicherte.

Bei den Männern war Dario Caviezel der einzige Schweizer im Wettkampf. Der 29-jährige Athlet aus Graubünden, der im Parallel-Riesenslalom nur knapp das Podium verpasste, war im Slalom schnell aus dem Rennen, als er gegen den favorisierten Österreicher Arvid Auner antreten musste. "Es ist ein großer Dämpfer. Ich war voll motiviert und ging gewissermaßen wie ein Stier an den Start, doch ich fuhr wie ein angeschossenes Reh", fasste Caviezel seine enttäuschende Leistung zusammen.

Auner erreichte das Finale, wo er gegen den überraschend stark auftrumpfenden Tervel Zamfirov antreten musste. Viele hatten auf einen klaren Sieg für den erfahrenen Österreicher gewettet, doch Zamfirov überraschte alle und holte sich bei seiner ersten Weltmeisterschaft überhaupt das Gold. Zuvor war sein bestes Ergebnis im Weltcup ein 19. Platz gewesen. Die nächste Weltmeisterschaft im Freestyle-Snowboarden verspricht angespannte Duelle und hochklassige Wettkämpfe, während sich die Athleten auf die Olympischen Spiele vorbereiten.