Gesundheit

Steigendes Demenz-Risiko: Ab wann sollten Sie vollständig auf Alkohol verzichten?

2025-03-30

Autor: Mia

Alkohol erhöht das Risiko an Demenz zu erkranken – das ist eine Tatsache, die Wissenschaftler immer wieder bekräftigen. Besonders ab einem bestimmten Alter wird geraten, ganz auf alkoholische Getränke zu verzichten. Doch welches Alter ist das, und welche weiteren Faktoren können das Demenz-Risiko beeinflussen?

In Deutschland leben immer mehr Menschen mit Demenz, und die Zahlen steigen kontinuierlich. Zu den bereits bekannten Risikofaktoren gehören hoher Cholesterinspiegel, Übergewicht und Rauchen. Aber auch der Konsum von Alkohol spielt eine erhebliche Rolle. Studien zufolge könnte nahezu die Hälfte aller Demenz-Fälle vermieden werden, wenn Risikofaktoren, insbesondere übermäßiger Alkoholkonsum, reduziert werden.

Der Neurowissenschaftler Dr. Richard Restak empfiehlt, spätestens ab dem 70. Lebensjahr komplett auf Alkohol zu verzichten, da die Nervenzellen in diesem Alter besonders anfällig für Schäden sind. Doch einige Experten argumentieren, dass es schon früher sinnvoll sein kann, den Alkoholkonsum einzustellen. Spitzengruppen der Alzheimer-Gesellschaft verweisen darauf, dass der riskante Alkoholkonsum ab 24 Gramm reinem Alkohol pro Tag, was etwa einem halben Liter Bier entspricht, das Risiko für die Alzheimer-Erkrankung erhöhen kann.

Zusätzlich zur schlechten Ernährung und Bewegungsmangel gibt es viele weitere Einflussfaktoren, darunter wenig Bildung, soziale Isolation und Umweltverschmutzung, die für einen Anstieg von Demenz-Erkrankungen verantwortlich sein können. Auch gesundheitliche Probleme wie Diabetes Typ 2 oder Bluthochdruck tragen zur Gefährdung bei.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt zudem davor, dass es keine unbedenkliche Menge an Alkohol gibt. Das Risiko für gesundheitliche Schäden beginnt schon beim ersten Getränk. Aus diesem Grund startet die WHO 2024 eine umfassende Kampagne, um die Öffentlichkeit über die Risiken des Alkoholkonsums aufzuklären. Der Fokus liegt darauf, den Umgang mit Alkohol zu überdenken und die eigenen Einstellungen zu reflektieren.

Forschungen zeigen außerdem, dass bestimmte Nahrungsmittel wie Obst mit hohem Flavonoidgehalt präventiv wirken können. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und der Erhalt sozialer Kontakte sind ebenso wichtig, um das Demenz-Risiko zu senken.

Letztendlich wird deutlich: Jeder kann individuell dazu beitragen, sein Demenz-Risiko zu minimieren. Während niemand eine Garantie geben kann, ganz sicher nicht an Demenz zu erkranken, können präventive Maßnahmen wie der Verzicht auf Alkohol, gesunde Gewohnheiten und geistige Herausforderungen helfen, die Gesundheit des Gehirns langfristig zu fördern.