
Erste Anzeichen von Demenz: Schlaferkennung Jahre vor der Diagnose
2025-03-30
Autor: Lukas
In Deutschland steigt die Zahl der Menschen, die an Demenz leiden, kontinuierlich an. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sind etwa 1,8 Millionen Menschen betroffen. Eine aufregende Studie aus Kanada hat nun ergeben, dass Störungen im Schlaf bereits Jahre vor einer offiziellen Diagnose auf eine mögliche Demenzerkrankung hinweisen können.
Die Forschung zeigt, dass frühe Anzeichen von Demenz oft Jahrzehnte vor den ersten offensichtlichen Symptomen auftreten können, weshalb eine präventive Gesundheitsstrategie wichtiger denn je ist. Zu den typischen Anzeichen einer Demenzerkrankung gehören Verwirrtheit, Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit und Veränderungen der Persönlichkeit.
Besonders alarmierend ist die Entdeckung, dass eine REM-Schlaf-Verhaltensstörung, bei der Personen während des Schlafs aktiv um sich treten oder schlagen, das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen um 80 bis 100 Prozent erhöhen kann. Diese Störung, die oft mit lebhaften Träumen in Verbindung steht, könnte ein frühes Warnsignal sein.
Studien zeigen darüber hinaus, dass verkürzte REM-Schlafphasen das Demenzrisiko erhöhen können und dass die Gesamt-Schlafdauer eine entscheidende Rolle spielt. Schlaf ist nicht nur für die Erholung wichtig; es sind während dieser Zeit auch wichtige Reinigungsprozesse im Gehirn aktiv, die schädliche Substanzen wie Amyloid-Beta abtransportieren. Diese Ansammlung kann, wie wissenschaftlich belegt, zur Entwicklung von Alzheimer führen.
Eine Untersuchung im Wissenschaftsmagazin Nature Communications hat aufgezeigt, dass Personen, die im Durchschnitt sieben Stunden pro Nacht schlafen, das niedrigste Risiko für Demenz im Alter aufweisen. Im Vergleich dazu haben Menschen, die weniger schlafen, ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko.
Die Forschung deutet darauf hin, dass eine Kombination aus genügend Schlaf, einer ausgewogenen Ernährung mit Obst und Gemüse sowie einem aktiven sozialen Leben entscheidend zur Prävention von Demenz beitragen kann. Es ist unerlässlich, auf Warnzeichen zu achten und proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit des Gehirns auch im Alter zu schützen.