
DFG startet spannende neue Forschungsgruppen mit weitreichenden Themen
2025-03-31
Autor: Nina
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat fünf neue Forschungsgruppen ins Leben gerufen, die insgesamt rund 19 Millionen Euro erhalten, um in Schlüsselbereichen der Wissenschaft voranzuschreiten. Diese Initiative ermöglicht es Wissenschaftler*innen, sich aktuellsten und drängenden Fragen ihrer Disziplinen zu widmen.
Die Themen der neuen Gruppen reichen von der Untersuchung chiraler Phononen für die Spintronik bis hin zur kritischen Analyse von Macht und Missbrauch in der katholischen Kirche. Das Engagement der DFG in diesen Bereichen zeigt, wie wichtig es ist, interdisziplinär zu forschen und den Austausch zwischen unterschiedlichen Fachgebieten zu fördern. Die neuen Gruppen werden bis zu acht Jahre lang gefördert, was ihnen ausreichend Zeit gibt, nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.
Die fünf Forschungsgruppen im Detail:
1. **Macht und Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche – Interdisziplinäre Kritik und Analyse**: Diese Forschungsgruppe unter der Leitung von Professorin Dr. Anja Middelbeck-Varwick (Universität Frankfurt am Main) erforscht die komplexen Dynamiken von Macht und Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche. Dabei werden Perspektiven von Betroffenen sowie institutionelle Machtstrukturen und deren rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet. Ziel ist es, die Mechanismen zu verstehen, die zur Tabuisierung von Missbrauch führen, und Lösungen zur Prävention zu finden.
2. **Aktives Lernen für dynamische Systeme und Regelung**: Professor Dr.-Ing. Matthias Müller von der Universität Hannover leitet diese Gruppe, die sich mit den Herausforderungen des maschinellen Lernens in sicherheitskritischen Anwendungen beschäftigt, insbesondere im Bereich des autonomen Fahrens. Ziel ist die Entwicklung neuer Methoden, um Sicherheit und Effizienz in komplexen dynamischen Systemen zu gewährleisten.
3. **Zell-nicht-autonome Regulation organismischer Proteostase**: Die Gruppe unter der Leitung von Professor Dr. David Vilchez (Universität Köln) wird die grundlegenden molekularen Mechanismen untersuchen, die für die Aufrechterhaltung der Proteostase in Zellen entscheidend sind. Dieser Forschungsbereich könnte große Auswirkungen auf das Verständnis von Stoffwechselkrankheiten und Krebs haben.
4. **Chirale Phononen für die Spintronik**: Unter Professor Dr. Ulrich Nowak (Universität Konstanz) erforscht diese Gruppe die einzigartigen Eigenschaften chiraler Phononen und deren Potenzial für neue Anwendungen in der Spintronik. Diese Forschung könnte wichtige Impulse für die Entwicklung neuer Technologien in der Informationsverarbeitung liefern.
5. **Phonologisch schwache Einheiten: Erwerb, Verarbeitung und Modalität**: Diese Forschungsgruppe unter der Leitung von Professorin Dr. Ulrike Domahs (Universität Marburg) fokussiert sich auf die Rolle phonologisch schwacher Elemente in der Sprachverarbeitung, was zur besseren Verständnisses der Sprachentwicklung beitragen könnte.
Zusätzlich wurden auch vier bestehende Forschungsgruppen und eine klinische Gruppe für weitere Förderperioden verlängert. Diese erneuerte Unterstützung zeigt das fortlaufende Engagement der DFG für exzellente Forschung in Deutschland und darüber hinaus.
Die DFG fördert derzeit insgesamt 190 Forschungsgruppen, 11 klinische Forschungsgruppen und 18 Kolleg-Forschungsgruppen, die sich durch ihre interdisziplinäre Ausrichtung und enge Verknüpfung von Theorie und Praxis auszeichnen.
Solche bedeutenden Förderungen haben nicht nur Auswirkungen auf die Forschung, sondern tragen auch zur Linderung gesellschaftlicher Herausforderungen bei und zeigen den Einsatz der Wissenschaft für ein besseres Verständnis von komplexen Themen.